In den dynamischen und vielfältigen Kiezen der Hauptstadt spielt das soziale Miteinander eine unverzichtbare Rolle. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat im Juli 2026 einen bedeutenden Meilenstein für die kommunale Gemeinschaft gesetzt: Mit der offiziellen Unterzeichnung einer umfassenden Kooperationsvereinbarung zur Stadtteilarbeit wird die bisherige Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Verbänden und freien Trägern auf ein neues, verbindliches Fundament gestellt. Die Maßnahme zielt darauf ab, den sozialen Zusammenhalt in den Nachbarschaften nachhaltig zu festigen und passgenaue Angebote für alle Generationen zu etablieren.

Ein starkes Fundament für die Kieze in Friedrichshain-Kreuzberg

Einrichtungen der lokalen Stadtteilarbeit fungieren seit jeher als zentrale Anlaufpunkte für die Menschen vor Ort. Sie bieten unkomplizierte Unterstützung, fördern das freiwillige Engagement sowie die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die nun geschlossene Vereinbarung soll diese Strukturen absichern und gezielt ausbauen. Dabei stehen folgende Kernziele im Fokus:

  • Verbindliche Strukturen: Die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit erhält einen verlässlichen institutionellen Rahmen.
  • Zukunftsorientierte Weiterentwicklung: Angebote werden kontinuierlich an neue gesellschaftliche und sozialräumliche Herausforderungen angepasst.
  • Niedrigschwellige Teilhabe: Unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen sollen alle Bewohnenden von den Angeboten profitieren.
  • Demokratieförderung: Die Nachbarschaftsarbeit stärkt die Selbstorganisation und das demokratische Miteinander direkt vor der Haustür.

Die Unterzeichnung fand im Rahmen der Pressemitteilung Nr. 237 des Bezirksamtes statt und markiert den Beginn einer strategischen Neuausrichtung für die kommenden Jahre in diesem Berliner Bezirk.

Prominente Unterzeichnende und politische Bedeutung

Die Tragweite des Abkommens unterstreicht die hochrangige Besetzung des Unterzeichnerkreises. Neben lokalen Vertretungen des Bezirksamtes waren auch Landespolitiker sowie Spitzenrepräsentanten wichtiger Wohlfahrtsverbände anwesend, um das gemeinsame Bekenntnis zu einer starken sozialen Infrastruktur zu bekräftigen.

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann betonte in diesem Zusammenhang die fundamentale Bedeutung der Basisarbeit: „Gelebte Demokratie beginnt in starken Nachbarschaften. Die Stadtteilarbeit der vielen engagierten Träger und Akteure schafft Räume für Teilhabe, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander. Mit der Kooperationsvereinbarung und der gemeinsamen Rahmenstrategie legen wir den Grundstein für die Weiterentwicklung der bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeit für die Menschen und unsere Kieze.“

Auch das Land Berlin zeigt sich stark engagiert. Max Landero, Staatssekretär für Integration, Antidiskriminierung und Vielfalt, hob hervor, dass Stadtteilzentren direkt an den Lebensrealitäten der Menschen andocken. Gerade in einem so lebendigen Bezirk wie Friedrichshain-Kreuzberg sei ein verlässliches Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen und den freien Trägern essenziell.

Soziale Teilhabe als kommunale Aufgabe

Ergänzend dazu machte Sozialstadträtin Regine Sommer-Wetter deutlich, dass gesellschaftliche Teilhabe niemals vom persönlichen Geldbeutel, dem Alter oder der Herkunft abhängen darf. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bedürfe es flächendeckender, leicht erreichbarer Angebote. Durch die neue Vereinbarung können Bedarfe in den Stadtteilen künftig wesentlich früher erkannt und Maßnahmen zielgenau aufeinander abgestimmt werden.

Hintergrund: Warum die Stadtteilarbeit in Berlin wichtiger denn je ist

Städtische Ballungsräume wie Berlin stehen fortlaufend vor komplexen demografischen und sozialen Veränderungen. Steigende Mieten, Zuzug, Vielfalt und der demografische Wandel verändern die Anforderungen an die soziale Infrastruktur grundlegend. Stadtteilzentren und Nachbarschaftseinrichtungen dienen hierbei als sozialer Anker. Sie wirken sozialer Isolation entgegen, unterstützen Familien, Senioren sowie Menschen mit Migrationsgeschichte und bieten Räume für interkulturellen Austausch.

Die formelle Kooperation im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg schafft nun die administrative und konzeptionelle Basis, um auf diese Dynamiken schnell und flexibel reagieren zu können. Beteiligt an dem Abkommen sind neben dem Bezirksamt unter anderem der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin, der Verband für sozial-kulturelle Arbeit (VskA) sowie die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Berlin Spree-Wuhle.

Häufige Fragen

Welche Institutionen haben die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet?

Das Abkommen wurde unter anderem von Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann, Sozialstadträtin Regine Sommer-Wetter, Staatssekretär Max Landero sowie Vertretungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, des Verbands für sozial-kulturelle Arbeit (VskA) und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Berlin Spree-Wuhle sowie weiteren freien Trägern unterzeichnet.

Welche Ziele verfolgt das neue Abkommen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg?

Im Zentrum stehen die Stärkung und Weiterentwicklung der lokalen Nachbarschaftsarbeit, die Sicherung verbindlicher Strukturen für die Träger, die Förderung des freiwilligen Engagements sowie die Anpassung sozialer Angebote an aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.

An wen richten sich die Angebote der Stadtteilarbeit?

Die Angebote richten sich inklusiv und niederschwellig an alle Menschen aller Altersgruppen und Lebenslagen, die in den Nachbarschaften leben, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Einkommen.

Mit dieser zukunftsweisenden Vereinbarung stellt das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die Weichen für ein solidarisches, gut vernetztes und widerstandsfähiges Miteinander in den Berliner Kiezen.