Literaturfreunde im Berliner Südosten dürfen sich auf einen atmosphärischen Abend freuen: Die Johannes-Bobrowski-Bibliothek in Friedrichshagen startet im Spätsommer ihre beliebte Reihe der Abendlesungen. Den Auftakt macht am Donnerstag, dem 20. August 2026, ab 19:30 Uhr die bekannte Autorin Alexandra Cedrino. Sie wird aus einem Band ihrer vielbeachteten „Galeristinnen-Trilogie“ vortragen und im Anschluss für Gespräche zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung bietet Literaturinteressierten eine hervorragende Gelegenheit, tief in die deutsche Zeitgeschichte einzutauchen und direkt mit der in Berlin lebenden Kunstkennerin ins Gespräch zu kommen.
Einblicke in die „Galeristinnen-Trilogie“
Im Mittelpunkt des Abends steht eine fiktive, aber historisch tief verankerte Familiengeschichte. Die Trilogie beleuchtet die wechselhafte Historie einer Berliner Kunstgalerie sowie einer Familie, deren Schicksal eng mit den großen politischen Umbrüchen des vergangenen Jahrhunderts verknüpft ist. Die Handlung spannt einen weiten Bogen:
- Der optimistische Aufbruch während der Weimarer Republik.
- Die zunehmenden Repressionen und Einschränkungen während der Zeit des Nationalsozialismus.
- Die schwierigen Fragen nach Verantwortung, Verdrängung, Schuld und einem gesellschaftlichen Neubeginn in der Nachkriegszeit.
Die Schilderungen greifen dabei authentische Stimmungen auf und machen die menschlichen Konflikte in stürmischen Epochen greifbar. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Kunstwelt jener Tage lebendig werden zu lassen und die Dynamiken zwischen ästhetischem Anspruch und politischer Anpassung oder Widerstand zu beleuchten.
Hintergrund: Familiäre Inspiration und Lokalkolorit
Hinter den literarischen Figuren stehen oft tiefere persönliche Erfahrungen. Alexandra Cedrino schöpft bei ihren Erzählungen aus einem profunden Hintergrund, denn sie entstammt der bekannten Kunsthändlerfamilie Gurlitt. Diese familiäre Prägung verleiht den Schilderungen eine besondere Authentizität und Tiefe. Die engen Bezüge zur Kunstszene der Hauptstadt spiegeln sich in jedem Kapitel wider.
Warum dieser Abend besonders ist
Lesungen in der Johannes-Bobrowski-Bibliothek, benannt nach dem bedeutenden Lyriker und Erzähler, haben im Bezirk Treptow-Köpenick einen festen Platz im kulturellen Kalender. Sie bieten nicht nur literarischen Genuss, sondern stärken auch den Austausch im Kiez. Wer sich für Berliner Stadtgeschichte, Kunsthandel im 20. Jahrhundert und gut recherchierte Romane interessiert, findet hier eine ideale Plattform zum Verweilen und Diskutieren.
Praktische Hinweise zur Veranstaltung
Die Teilnahme an der Abendlesung ist für alle interessierten Besucherinnen und Besucher kostenlos. Da die Platzkapazitäten in den Räumlichkeiten an der Adresse Peter-Hille-Str. 1, 12587 Berlin jedoch begrenzt sind, wird dringend um eine vorherige Anmeldung gebeten.
- Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 20. August 2026, ab 19:30 Uhr.
- Veranstaltungsort: Johannes-Bobrowski-Bibliothek Friedrichshagen, Peter-Hille-Str. 1, 12587 Berlin.
- Anmeldung: Telefonisch unter (030) 90297-6840 oder per E-Mail an stadtbibliothek-friedrichshagen@ba-tk.berlin.de.
- Reguläre Öffnungszeiten der Bibliothek: Montag und Dienstag von 12:00 bis 17:00 Uhr; Mittwoch und Donnerstag von 14:00 bis 19:00 Uhr (freitags geschlossen).
Häufige Fragen
Wie viel kostet der Eintritt zu der Lesung?
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung in der Johannes-Bobrowski-Bibliothek ist vollständig frei. Eine Anmeldung vorab wird jedoch wegen der begrenzten Plätze empfohlen.
Wo findet die Veranstaltung statt?
Die Lesung findet direkt in den Räumlichkeiten der Bibliothek in der Peter-Hille-Straße 1 im Ortsteil Friedrichshagen statt. Weitere Kulturtipps für den Bezirk finden sich auch auf den offiziellen Seiten des Bezirksamts Treptow-Köpenick.
Gibt es die Möglichkeit, Fragen an die Autorin zu stellen?
Ja, direkt im Anschluss an die Buchlesung ist ausreichend Zeit eingeplant, um Fragen an Alexandra Cedrino zu richten und mit ihr ins Gespräch zu kommen.
Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Bezirksamts Treptow-Köpenick von Berlin vom Juli 2026.
