Ein bedeutendes Immobilienprojekt im Berliner Osten

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat ein wegweisendes Interessenbekundungsverfahren für eine der markantesten Immobilien im Ortsteil Hellersdorf gestartet. Im Fokus steht das ehemalige „Haus der Gesundheit“ in der Etkar-André-Straße, das seit Jahren das Stadtbild prägt, jedoch seit über einem Jahrzehnt ungenutzt ist. Mit der offiziellen Ausschreibung, die im Juli 2026 veröffentlicht wurde, verfolgt die Verwaltung das Ziel, das Gebäude einer sinnvollen, gemeinwohlorientierten Nutzung zuzuführen und damit die soziale Infrastruktur im Bezirk nachhaltig zu stärken.

Die Immobilie, die über eine beachtliche Nutzfläche von etwa 8.500 Quadratmetern verfügt, soll künftig wieder ein Ankerpunkt für die Bewohner der Großsiedlung Hellersdorf sowie des angrenzenden Kaulsdorf-Nord werden. Dabei setzt das Bezirksamt auf ein Erbbaurechtsmodell, um die Kontrolle über das Grundstück langfristig in öffentlicher Hand zu behalten, während private oder gemeinnützige Partner die notwendige Sanierung und den Betrieb übernehmen.

Anforderungen an potenzielle Investoren

Die Suche nach einem geeigneten Partner folgt klaren Vorgaben. Das Bezirksamt hat explizit definiert, welche Nutzungen erwünscht sind und welche Konzepte von vornherein ausgeschlossen werden. Interessierte Träger, Organisationen oder Gesellschaften müssen ihre Unterlagen bis zum 31. August 2026 um 12:00 Uhr einreichen.

Was das Bezirksamt erwartet:

  • Soziale Infrastruktur: Ein Schwerpunkt liegt auf der gesundheitlichen und sozialen Versorgung der Anwohner.
  • Büroflächen mit Mehrwert: Reine Büro- oder Lagerflächen ohne öffentlichen Nutzen sind nicht förderfähig.
  • Keine Wohnprojekte: Die Umwandlung in reinen Wohnraum ist für dieses spezifische Objekt nicht vorgesehen.
  • Finanzielle Stabilität: Bewerber müssen ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen.
  • Fachliche Expertise: Erfahrung in der Entwicklung und Bewirtschaftung vergleichbarer Immobilien ist zwingend erforderlich.

Die eingereichten Konzepte werden im Anschluss durch eine eigens dafür eingerichtete Arbeitsgruppe der Verwaltung geprüft und bewertet. Interessenten, die sich ein Bild vor Ort machen möchten, haben die Möglichkeit, über das Facility Management des Bezirksamtes einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Hierfür steht die Telefonnummer 030 90293 7201 zur Verfügung.

Hintergrund

Die Geschichte des „Hauses der Gesundheit“ ist eng mit der städtebaulichen Entwicklung von Hellersdorf verknüpft. Ursprünglich als Poliklinik konzipiert, sollte das Gebäude die medizinische Versorgung der wachsenden Großsiedlung sicherstellen. Die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche nach 1989 verhinderten jedoch die vollständige Umsetzung des ursprünglichen Konzepts. In den Folgejahren diente das Haus als Standort für verschiedene Arztpraxen, eine Apotheke sowie das Gesundheitsamt.

Ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte der Immobilie war das Jahr 2014. Aufgrund gravierender Mängel im Bereich des Brandschutzes musste der Betrieb eingestellt werden. Seit diesem Zeitpunkt steht das Gebäude leer. Der Leerstand hat über die Jahre seine Spuren hinterlassen; neben dem allgemeinen Sanierungsstau sind auch Schäden durch Vandalismus zu verzeichnen. Dennoch bietet die Bausubstanz auf fünf Etagen ein enormes Potenzial, insbesondere da die grundlegende Infrastruktur wie Anschlüsse für Fernwärme und Strom weiterhin vorhanden ist.

Lage und städtebauliches Potenzial

Der Standort in der Etkar-André-Straße ist strategisch günstig gewählt. Er befindet sich inmitten eines etablierten Nahversorgungszentrums, das durch eine hohe Dichte an Einkaufsmöglichkeiten wie Rewe, Aldi und dm geprägt ist. Die stetig wachsende Einwohnerzahl durch neue Wohnbauprojekte im Umfeld sorgt für eine hohe Kundenfrequenz, was das Objekt für soziale Dienstleister und Gesundheitseinrichtungen besonders attraktiv macht.

Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist exzellent: Der U-Bahnhof Kienberg (U5) ist fußläufig erreichbar, ebenso wie diverse Buslinien. Auch die Nähe zu Naherholungsgebieten wie dem Kienberg und den Gärten der Welt unterstreicht die hohe Lebensqualität des Standorts. Für weitere Informationen zur städtebaulichen Entwicklung in diesem Bereich lesen Sie auch unseren Artikel über künftige Infrastrukturprojekte im Bezirk.

Häufige Fragen

Warum ist eine rein wohnwirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen?

Der Bezirk verfolgt das Ziel, die soziale Infrastruktur und die gesundheitliche Versorgung in Hellersdorf zu sichern. Da in der Umgebung bereits zahlreiche Wohnungsbauprojekte realisiert wurden, liegt der Fokus bei diesem Objekt explizit auf der Bereitstellung von Dienstleistungen für die Allgemeinheit.

Wie hoch ist der Sanierungsbedarf des Gebäudes?

Da das Gebäude seit 2014 leer steht und aufgrund von Brandschutzmängeln geschlossen wurde, ist von einem hohen Sanierungsbedarf auszugehen. Investoren müssen daher im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens ein schlüssiges Konzept vorlegen, das sowohl die bauliche Instandsetzung als auch die Finanzierung abdeckt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Interessenbekundungsverfahren eine große Chance für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf darstellt. Durch die Reaktivierung des „Hauses der Gesundheit“ könnte eine langjährige Brachfläche in ein lebendiges Zentrum für soziale und gesundheitliche Belange verwandelt werden. Die kommenden Monate werden zeigen, welche Konzepte die Verwaltung überzeugen können und wie die Zukunft dieses geschichtsträchtigen Gebäudes gestaltet wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-unterstützt aus einer Quelle des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf erstellt.