Ein bedeutendes Kapitel für Hellersdorf: Die Zukunft des ehemaligen Gesundheitszentrums
Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat im Juli 2026 den Startschuss für ein wegweisendes Projekt gegeben, das die soziale Infrastruktur im Osten Berlins nachhaltig prägen könnte. Mit einem offiziellen Interessenbekundungsverfahren sucht die Verwaltung nach geeigneten Partnern, um das seit Jahren leerstehende „Haus der Gesundheit“ in der Etkar-André-Straße einer neuen, zukunftsorientierten Nutzung zuzuführen. Ziel ist es, das markante Gebäude, das eine bewegte Geschichte hinter sich hat, wieder zu einem festen Ankerpunkt für die Gesundheits- und Sozialversorgung im Bezirk zu machen.
Details zum Interessenbekundungsverfahren
Die Vergabe des Grundstücks samt der Bestandsimmobilie erfolgt im Wege eines Erbbaurechts. Dies bedeutet, dass das Eigentum am Boden beim Bezirk verbleibt, während der Investor das Recht erhält, das Gebäude zu nutzen und zu entwickeln. Für potenzielle Interessenten – seien es soziale Träger, spezialisierte Gesellschaften oder andere Organisationen – gilt es nun, überzeugende Konzepte einzureichen.
Anforderungen an die Konzepte
Das Bezirksamt hat klare Leitplanken für die künftige Nutzung definiert, um den öffentlichen Mehrwert sicherzustellen:
- Soziale Infrastruktur: Ein Schwerpunkt muss auf der gesundheitlichen oder sozialen Versorgung liegen.
- Büroflächen: Diese sind nur in Kombination mit sozialen Nutzungen zulässig.
- Ausschlusskriterien: Reine Wohnprojekte, reine Lagerflächen oder rein kommerzielle Bürokonzepte ohne öffentlichen Mehrwert sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Die Frist für die Einreichung der Unterlagen endet am 31. August 2026 um 12:00 Uhr. Neben einem schlüssigen Nutzungskonzept müssen Bewerber zwingend ihre finanzielle Leistungsfähigkeit sowie ihre Expertise in der Bewirtschaftung vergleichbarer Immobilien nachweisen.
Hintergrund: Von der Poliklinik zum Leerstand
Das Gebäude in der Etkar-André-Straße blickt auf eine wechselvolle Historie zurück. Ursprünglich als Poliklinik konzipiert, verhinderte der politische und gesellschaftliche Umbruch nach 1989 die vollständige Umsetzung der ursprünglichen Pläne. In den Folgejahren diente das Haus als Standort für verschiedene Arztpraxen, eine Apotheke sowie das Gesundheitsamt. Doch die Zeit hinterließ ihre Spuren: Aufgrund gravierender Mängel im Bereich des Brandschutzes musste das Gebäude im Jahr 2014 schließlich für den Publikumsverkehr geschlossen werden. Seit nunmehr über einem Jahrzehnt prägt der Leerstand das Bild an diesem zentralen Ort. Die Immobilie umfasst eine Nutzfläche von rund 8.500 Quadratmetern, verteilt auf fünf Etagen. Neben dem hohen Sanierungsbedarf, der durch Vandalismus in der Zeit des Leerstands weiter verschärft wurde, stellt das Objekt hohe Anforderungen an jeden Investor. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die Anschlüsse für Fernwärme und Strom weiterhin vorhanden sind.
Standortvorteile und infrastrukturelle Anbindung
Die Lage des „Hauses der Gesundheit“ ist strategisch günstig gewählt. Es befindet sich inmitten eines etablierten Nahversorgungszentrums, das sowohl die Großsiedlung Hellersdorf als auch das angrenzende Kaulsdorf-Nord bedient. Die demografische Entwicklung in diesem Teil Berlins ist dynamisch: Durch zahlreiche neue Wohnbauprojekte in der unmittelbaren Umgebung steigt die Zahl der Anwohner und damit auch der Bedarf an wohnortnahen Dienstleistungen kontinuierlich an.
Warum dieser Standort attraktiv ist:
- Hohe Frequenz: Die unmittelbare Nachbarschaft zu großen Einzelhandelsketten wie Rewe, Aldi und dm sorgt für eine stetige Belebung des Umfelds.
- Synergieeffekte: Bestehende Einrichtungen wie eine Bibliothek, eine Familienberatung und diverse Arztpraxen schaffen ein bereits funktionierendes soziales Netzwerk.
- Verkehrsanbindung: Der U-Bahnhof Kienberg (U5) sowie diverse Buslinien ermöglichen eine exzellente Erreichbarkeit für Besucher und Mitarbeiter.
- Freizeitwert: Die Nähe zum Kienberg und den Gärten der Welt wertet den Standort zusätzlich auf.
Häufige Fragen
Wie können Interessenten das Gebäude besichtigen?
Das Bezirksamt bietet die Möglichkeit, das Objekt vorab zu besichtigen. Termine können individuell mit dem Facility Management des Bezirksamtes unter der Telefonnummer 030 90293 7201 oder per E-Mail vereinbart werden.
Wer entscheidet über die Vergabe des Erbbaurechts?
Nach Ablauf der Einreichungsfrist werden alle eingegangenen Vorschläge durch eine eigens dafür eingerichtete Arbeitsgruppe der Verwaltung geprüft und bewertet. Die Auswahl erfolgt anhand der Qualität des Konzepts sowie der nachgewiesenen Eignung der Investoren.
Die Reaktivierung des „Hauses der Gesundheit“ stellt eine große Chance für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf dar. Durch die gezielte Suche nach Investoren, die soziale Verantwortung mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verbinden, könnte der Leerstand in der Etkar-André-Straße bald der Vergangenheit angehören. Für die Anwohner in Hellersdorf und Kaulsdorf-Nord wäre eine Wiederbelebung des Areals ein wichtiger Schritt zur Stärkung der lokalen Gesundheitsversorgung. Alle relevanten Unterlagen und der vollständige Ausschreibungstext sind für Interessierte online über das Bezirksamt abrufbar.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-unterstützt aus einer Quelle des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf erstellt.
