Wichtiger Meilenstein für die Bildungslandschaft im Juli 2026

Mit einem offiziellen ersten Spatenstich haben hochrangige Vertreter aus Politik und Architektur am 22. Juli 2026 den Grundstein für einen wegweisenden Bildungsbau gelegt. Am zukünftigen „Schul-Campus Auerbacher Ring“ an der Ecke Maxie-Wander-Straße im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf entsteht eine moderne Integrierte Sekundarschule (ISS). Das Projekt setzt neue Maßstäbe im städtischen Schulbau und soll bereits zum Schuljahr 2028/2029 den Betrieb aufnehmen. Die Gesamtinvestition für dieses ambitionierte Vorhaben beläuft sich auf rund 70 Millionen Euro.

An der feierlichen Zeremonie nahmen unter anderem der Staatssekretär für Bauen Alexander Slotty, der Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung Dr. Torsten Kühne, der zuständige Bezirksstadtrat für Schule Stefan Bley sowie der Architekt Andreas Krawczyk teil. Sie betonten gemeinsam die enorme Bedeutung des Projekts für die regionale Schulinfrastruktur und die Schaffung dringend benötigter Lernplätze.

Das Konzept der Holz-Compartmentschulen (HOCOMP)

Das Gebäude wird im Rahmen des bewährten Typenbauprogramms der Holz-Compartmentschulen realisiert, welches von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen vorangetrieben wird. Es handelt sich hierbei um die bundeslandweit mittlerweile siebte Schule dieser Art, die in einer klimagerechten und ressourcenschonenden Holzmodulbauweise errichtet wird.

Das architektonische und pädagogische Konzept bricht mit veralteten Schulstrukturen und versteht die Bildungseinrichtung als ganzheitlichen Lebens- und Lernort. Im Zentrum stehen dabei:

  • Flexible Raumstrukturen: Die sogenannten Compartments bilden kleinere, abwechslungsreich nutzbare Unterrichtsbereiche.
  • Pädagogische Vielfalt: Diese Bereiche unterstützen moderne, differenzierte Lehr- und Lernsituationen optimal.
  • Kapazitäten: Nach der Fertigstellung bietet die 4+3-zügige Schule Platz für insgesamt 625 Schülerinnen und Schüler sowie rund 60 Lehrkräfte.
  • Zügigkeitsstruktur: Geplant sind vier Züge in der Sekundarstufe I sowie drei Züge in der Sekundarstufe II.

Zusätzlich zum Hauptgebäude gehören eine moderne Sporthalle sowie ein wettkampfgerechtes Kleinspielfeld zum neuen Komplex, um auch den sportlichen Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht zu werden.

Hintergrund: Entstehung des „Schul-Campus Auerbacher Ring“

Die Notwendigkeit neuer Bildungsangebote in den Außenbezirken der Hauptstadt ist seit Jahren hoch. Der nun in Umsetzung befindliche Campus wächst auf einem ausgedehnten Areal heran, das sich zwischen der Carola-Neher-Straße, der Maxi-Wander-Straße, der Klingenthaler Straße und dem Auerbacher Ring erstreckt.

Den ersten Baustein für diesen zukunftsweisenden Standort bildete bereits ein Modularer Ergänzungsbau (MEB), der künftig als Grundschule fungieren wird. Durch die nun beginnenden Arbeiten an der Integrierten Sekundarschule wird der Campus sinnvoll erweitert. Bezirksstadtrat Stefan Bley hob hervor, dass durch diese Maßnahme sowohl im Primarbereich als auch bei den Oberschulen spürbare Entlastungen geschaffen werden. Das Konzept verbindet damit kurzfristig benötigte Kapazitäten mit langfristigen Qualitätsansprüchen an die Berliner Schulinfrastruktur.

Innovative Bauweise und ökologische Standards

Ein wesentlicher Vorteil des gewählten Verfahrens ist die drastische Verkürzung der Bauzeit durch standardisierte Vorfertigung. Die einzelnen Raummodule entstehen in industriellen Produktionshallen, wobei wesentliche Ausstattungsmerkmale bereits direkt ab Werk integriert werden:

  • Vollständig installierte Fenster und Türen
  • Vorbereitete Sanitäranlagen
  • Integrierte Haustechnik und Heizkörper

Vor Ort auf der Baustelle erfolgt anschließend die zügige Montage der Elemente, ergänzt durch Dachdeckungsarbeiten, Fußböden, die äußere Fassadenbekleidung sowie die Zusammenführung aller zentralen Versorgungsleitungen.

Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt das Projekt Maßstäbe. Die Gebäude erfüllen den strengen Energieeffizienzstandard EH 40 und streben eine offizielle Zertifizierung nach dem BNB-Standard „Silber“ an. Um den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten, werden die Dächer begrünt und sämtliche Dachflächen der Schulgebäude sowie der Sporthallen mit großflächigen Photovoltaikanlagen bestückt. Eine moderne hybride Lüftungsanlage inklusive integrierter Wärmerückgewinnung rundet das energieeffiziente Konzept ab.

Häufige Fragen

Wann soll die neue Schule am Auerbacher Ring öffnen?

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Integrierten Sekundarschule ist für das Schuljahr 2028/2029 geplant.

Wie viele Schülerinnen und Schüler werden Platz finden?

Die neue Bildungseinrichtung bietet nach ihrer Fertigstellung moderne Lernbedingungen für insgesamt 625 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 60 Lehrkräfte.

Welche ökologischen Besonderheiten weist der Bau auf?

Die Schule wird in klimagerechter Holzmodulbauweise errichtet, erreicht den Standard EH 40, erhält Gründächer sowie Photovoltaikanlagen und verfügt über eine moderne Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf von Berlin aus dem Juli 2026.