In der pulsierenden Metropole Berlin spielt das Thema Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe eine zentrale Rolle für ein gerechtes Zusammenleben aller Bürgerinnen und Bürger. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wird nun im östlichen Teil der Hauptstadt unternommen: Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat im Juli 2026 eine offizielle Bekanntmachung veröffentlicht, mit der engagierte Menschen dazu aufgerufen werden, sich aktiv an der Gestaltung einer inklusiven Zukunft zu beteiligen. Für die anstehende Legislaturperiode von 2026 bis 2031 werden frische Köpfe für den lokalen Beirat für Menschen mit Behinderungen gesucht. Wer über eigene Erfahrungen, wertvolles Fachwissen oder einfach über zukunftsweisende Ideen verfügt, findet hier eine Plattform, um direkt Einfluss auf politische und gesellschaftliche Prozesse zu nehmen.
Warum der Beirat für Marzahn-Hellersdorf unverzichtbar ist
Die Arbeit dieses Gremiums geht weit über reine Symbolpolitik hinaus. Der Beirat fungiert als zentrales Beratungsorgan für das Bezirksamt sowie für die Bezirksverordnetenversammlung. Seine Hauptaufgabe besteht darin, wichtige Fragen rund um das Thema Inklusion fachlich zu begleiten und konkrete Impulse für die bezirkliche Entwicklung zu geben. Ohne die direkte Perspektive von Betroffenen und ihren Unterstützern ließen sich passgenaue Lösungen kaum verwirklichen.
Das Gremium lebt vom regen Austausch und der Vielfalt unterschiedlicher Sichtweisen. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, Missstände anzusprechen, konstruktive Vorschläge auszuarbeiten und deren politische Umsetzung kritisch sowie begleitend zu unterstützen. Ziel ist es, Barrieren im Alltag systematisch abzubauen und dafür zu sorgen, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen in sämtlichen kommunalen Planungen Berücksichtigung finden.
Wer kann sich bewerben und wie sieht die Mitarbeit aus?
Das Anforderungsprofil für die ehrenamtliche Tätigkeit ist bewusst breit gefasst, um eine möglichst diverse Vertretung sicherzustellen. Das Bezirksamt richtet sich mit seinem Aufruf an verschiedene Personengruppen:
- Menschen mit Behinderungen, die ihre eigene Lebensrealität einbringen möchten.
- Angehörige und Begleitpersonen, die den Alltag hautnah miterleben.
- Berufstätige und Ehrenamtliche aus den Bereichen Inklusion, Selbsthilfe oder der allgemeinen sozialen Teilhabe.
Gesucht werden vor allem Personen, die lösungsorientiert denken und bereit sind, sich konstruktiv in die Diskussionen einzubringen. Um auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen, ist der zeitliche Rahmen überschaubar gehalten. In der Regel finden bis zu zehn Sitzungen im Jahr statt, meist in den Nachmittagsstunden und im monatlichen Rhythmus. Für jede wahrgenommene Sitzung erhalten die Mitglieder eine kleine Anerkennung in Form einer Aufwandsentschädigung von 20 Euro.
Hintergrund
Die Einsetzung von Behindertenbeiraten in den Berliner Bezirken ist ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf kommunaler Ebene. Marzahn-Hellersdorf setzt mit der Neubesetzung für den Zeitraum 2026 bis 2031 ein deutliches Zeichen für mehr Mitbestimmung. Historisch gewachsene Strukturen im Bezirk sollen durch diesen partizipativen Ansatz kontinuierlich aufgebrochen und an moderne Standards der Barrierefreiheit angepasst werden. Die regelmäßige Neubesetzung garantiert dabei, dass stets aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und neue Perspektiven in die bezirkliche Arbeit einfließen.
Bewerbungsverfahren und Fristen
Wer Teil dieses zukunftsweisenden Gremiums werden möchte, muss sich beeilen. Die Frist für die Einreichung der Bewerbungen endet am 31. August 2026. Die Unterlagen können sowohl auf digitalem Weg per E-Mail als auch ganz klassisch auf dem Postweg eingereicht werden.
Die Adresse für postalische Einsendungen lautet:
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Beauftragte für Menschen mit Behinderung
12671 Berlin
Als wichtigster Bestandteil der Bewerbung gilt ein aussagekräftiges, aber kurzes Motivationsschreiben. Darin sollten Interessierte darlegen, aus welchen Beweggründen heraus sie sich engagieren möchten, welche Vorerfahrungen sie mitbringen und welche konkreten Ideen sie für die zukünftige Inklusionsarbeit im Bezirk Marzahn-Hellersdorf umsetzen möchten.
Häufige Fragen
Wer kann sich für den Beirat bewerben?
Bewerben können sich Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige, Begleitpersonen sowie Personen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für Inklusion und soziale Teilhabe in Marzahn-Hellersdorf stark machen.
Welcher zeitlicher Aufwand ist mit der Mitgliedschaft verbunden?
Die Tätigkeit umfasst in der Regel bis zu zehn Sitzungen pro Jahr, die meist einmal monatlich nachmittags stattfinden, um auch berufstätigen Personen die Teilnahme zu erleichtern.
Bis wann muss die Bewerbung eingereicht werden?
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. August 2026. Bis zu diesem Datum müssen das Motivationsschreiben und die Kontaktdaten bei der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung vorliegen.
Mit diesem transparenten Aufruf unterstreicht das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf seinen Willen, die Lebensbedingungen für Menschen mit Einschränkungen nachhaltig zu verbessern. Die kommenden Jahre bis 2031 bieten engagierten Bürgerinnen und Bürgern eine hervorragende Gelegenheit, aktiv an einer barrierefreien Gesellschaft mitzuwirken.
