Ein interdisziplinäres Kunsterlebnis am Schloss Charlottenburg

Die Berliner Kunstszene darf sich auf ein besonderes Highlight freuen: Am Donnerstag, den 16. Juli 2026, verwandelt sich die Kleine Orangerie am Schloss Charlottenburg in einen Ort der künstlerischen Transformation. Unter dem Titel „Tutti Frutti Box oder Solo Si Es Si | Only Yes | Nur Ja“ präsentieren die Künstler Esther Dischereit und Lucas Brown eine Performance, die durch ihre Vielschichtigkeit und den direkten Dialog mit dem Raum besticht. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und verspricht eine intensive Auseinandersetzung mit den ausgestellten Werken der Künstlerin Frauke Wilken.

Die Ausstellung „cocooning“: Ein Raum der Verwandlung

Die Performance findet im Rahmen des Begleitprogramms zur aktuellen Ausstellung „cocooning“ statt, die noch bis zum 22. August 2026 in der Kleinen Orangerie zu sehen ist. Der Titel der Ausstellung, der übersetzt so viel wie „sich einspinnen“ oder „verpuppen“ bedeutet, ist ein zentrales Motiv, das sich durch die gesamte Installation zieht. Frauke Wilken nutzt ihre Textilskulpturen, um den Betrachter in eine Welt zwischen Schutz und Isolation zu entführen.

Künstlerische Auseinandersetzung mit Textilskulpturen

Esther Dischereit und Lucas Brown reagieren in ihrer Performance unmittelbar auf die textile Umgebung. Durch den Einsatz von Stimme und Gesang, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache, schaffen sie eine akustische Ebene, die die haptische Qualität der Skulpturen ergänzt. Die Performance fungiert dabei als Brücke zwischen dem visuellen Erlebnis der Ausstellung und der auditiven Wahrnehmung der Besucherinnen und Besucher.

  • Veranstaltungsort: Kleine Orangerie am Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 22, 14059 Berlin.
  • Datum der Performance: 16. Juli 2026, 19 Uhr.
  • Ausstellungsdauer: Bis zum 22. August 2026.
  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr.
  • Eintritt: Kostenfrei für alle Interessierten.

Hintergrund

Warum ist der Begriff „cocooning“ so relevant für unsere heutige Zeit? Die Ausstellung von Frauke Wilken greift ein gesellschaftliches Phänomen auf, das den Rückzug ins Private beschreibt. In einer immer schneller werdenden Welt bietet das „Einspinnen“ einen Schutzraum, birgt jedoch auch die Gefahr der Abgrenzung. Die Kleine Orangerie bietet für dieses Thema einen historisch aufgeladenen Rahmen. Während das Gebäude in den kalten Monaten als Winterquartier für über 100 Zitruspflanzen dient, fungiert es in den Sommermonaten als lebendiger Ort für zeitgenössische Kunst, kuratiert vom Kulturamt Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die Verbindung von barocker Gartenkultur des 18. und 19. Jahrhunderts und moderner, textiler Kunst schafft einen spannenden Kontrast, der den Besuch der Orangerie zu einem besonderen Erlebnis macht. Weitere Informationen zu kulturellen Entwicklungen im Bezirk finden Sie auch in unserem Kultur-Guide für Charlottenburg-Wilmersdorf.

Häufige Fragen

Ist der Eintritt zur Ausstellung und zur Performance kostenpflichtig?

Nein, der Eintritt sowohl zur Ausstellung „cocooning“ als auch zur Performance von Esther Dischereit und Lucas Brown ist für alle Besucherinnen und Besucher frei.

Wie lange ist die Ausstellung „cocooning“ noch in Berlin zu sehen?

Die Ausstellung von Frauke Wilken ist noch bis zum 22. August 2026 in der Kleinen Orangerie am Schloss Charlottenburg geöffnet. Die regulären Öffnungszeiten sind jeweils von Mittwoch bis Sonntag in der Zeit von 12 bis 18 Uhr.

Welchen Bezug hat die Kleine Orangerie zum Thema der Ausstellung?

Die Kleine Orangerie ist ein Ort der Transformation: Im Winter dient sie als Schutzraum für Pflanzen, im Sommer als Ausstellungsort. Dies korrespondiert direkt mit dem Ausstellungsthema „cocooning“, das den Prozess des Verpuppens und den Wechsel zwischen verschiedenen Zuständen thematisiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Performance „Tutti Frutti Box“ eine seltene Gelegenheit bietet, zeitgenössische Kunst in einem historischen Kontext hautnah zu erleben. Die Kombination aus Textilkunst, Gesang und der besonderen Atmosphäre des Schlossgartens macht diesen Abend zu einem Pflichttermin für Kunstliebhaber in Berlin. Wir empfehlen eine rechtzeitige Anreise, um die Atmosphäre der Kleinen Orangerie vor Beginn der Performance in Ruhe auf sich wirken zu lassen.