Ein Meilenstein für die regionale Vernetzung

Die Flughafenregion Berlin-Brandenburg rückt enger zusammen: Mit der offiziellen Übergabe von Fördermittelbescheiden im Juli 2026 setzt das Dialogforum Airport Berlin Brandenburg ein deutliches Zeichen für die interkommunale Zusammenarbeit. Im Fokus stehen dabei zwei zentrale Projekte, die sowohl die touristische Attraktivität als auch die alltägliche Mobilität im Südosten Berlins und dem angrenzenden Brandenburg nachhaltig verbessern sollen. Während am Funkerberg in Königs Wusterhausen wichtige planerische Weichen gestellt werden, steht für die Verbindung zwischen Grünau und Eichwalde eine konkrete bauliche Aufwertung an.

Radweg-Projekt: Schluss mit dem Kopfsteinpflaster

Für viele Pendlerinnen und Pendler sowie Freizeitradler ist die Strecke zwischen dem Berliner Ortsteil Grünau und der Gemeinde Eichwalde ein bekanntes Ärgernis. Die bisherige Pflasterung stellte eine erhebliche Barriere für eine komfortable und sichere Fortbewegung dar. Dank der nun bewilligten Mittel aus dem Regionalen Entwicklungsfonds soll sich dies grundlegend ändern.

Das geplante Bauvorhaben sieht vor, das bestehende Kopfsteinpflaster zu fräsen, um eine glatte und damit deutlich besser befahrbare Oberfläche zu schaffen. Dr. Claudia Leistner, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt im Bezirk Treptow-Köpenick, unterstreicht die Bedeutung dieses Vorhabens:

  • Stärkung des Umweltverbundes: Die Förderung ist ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik.
  • Interkommunale Synergien: Das Projekt ist das Ergebnis einer langjährigen Kooperation zwischen dem Bezirk Treptow-Köpenick und der Gemeinde Eichwalde.
  • Zeitplan: Die Fertigstellung und Freigabe des Radwegs ist für das Ende des Kalenderjahres 2026 anvisiert.

Dieses Vorhaben ist ein Paradebeispiel dafür, wie durch gezielte Investitionen eine alltagstaugliche Mobilität über Landes- und Bezirksgrenzen hinweg geschaffen werden kann.

Hintergrund: Der Regionale Entwicklungsfonds

Der Regionale Entwicklungsfonds ist ein Herzstück der Zusammenarbeit innerhalb des Dialogforums BER. Seit nunmehr drei Jahren finanzieren sieben Kommunen aus Brandenburg sowie der Berliner Bezirk Treptow-Köpenick diesen Fonds gemeinsam. Das jährliche Budget, das sich auf eine Summe von deutlich über 100.000 Euro beläuft, dient dazu, Projekte zu realisieren, die einen echten Mehrwert für die gesamte Flughafenregion bieten.

Die Struktur des Fonds ist dabei bewusst auf Kooperation ausgelegt:

  • Beteiligte Kommunen: Blankenfelde-Mahlow, Eichwalde, Großbeeren, Königs Wusterhausen, Ludwigsfelde, Schönefeld, Schulzendorf sowie der Berliner Bezirk Treptow-Köpenick.
  • Auswahlverfahren: Eine Fachjury bewertet die eingereichten Anträge nach strengen Kriterien.
  • Voraussetzung: Ein Projekt muss zwingend von mindestens zwei Kommunen gemeinsam getragen werden, um förderfähig zu sein.

Dieses Modell der Eigeninitiative zeigt, dass die Kommunen nicht nur auf externe Zuschüsse warten, sondern aktiv die Lebensqualität in ihrem direkten Umfeld gestalten. Weitere Informationen zur regionalen Entwicklung finden Sie auch in unserem Bericht über die Verkehrsinfrastruktur im Südosten.

Entwicklungspotenzial am Funkerberg

Neben der Radwege-Infrastruktur profitiert auch der Funkerberg in Königs Wusterhausen von der jüngsten Förderrunde. Die Bürgermeisterin der Stadt, Michaela Wiezorek, betonte bei der Übergabe, dass die Mittel essenziell seien, um die nächsten planerischen Schritte einzuleiten. Der Funkerberg gilt als Standort mit erheblichem Entwicklungspotenzial, das durch die finanzielle Unterstützung nun in konkrete Bahnen gelenkt werden soll. Die Förderung ist somit nicht nur ein finanzieller Zuschuss, sondern ein Katalysator für die städtebauliche Vision der Region.

Häufige Fragen

Wer entscheidet über die Vergabe der Fördermittel?

Die Auswahl der Projekte erfolgt durch eine Jury des Dialogforums BER. Die eingereichten Anträge müssen dabei zwingend einen interkommunalen Charakter aufweisen, also von mindestens zwei beteiligten Kommunen gemeinsam umgesetzt werden.

Wie wird der Regionale Entwicklungsfonds finanziert?

Der Fonds speist sich aus den kommunalen Haushalten der beteiligten Kommunen und des Bezirks Treptow-Köpenick. Mit einem jährlichen Budget von über 100.000 Euro werden gezielt Projekte unterstützt, die die Lebensqualität in der Flughafenregion steigern.

Wann ist mit der Fertigstellung des Radwegs zu rechnen?

Die Verantwortlichen streben an, die Baumaßnahmen zur Ertüchtigung der Radverbindung zwischen Grünau und Eichwalde bis zum Ende des Jahres 2026 abzuschließen, sodass der Weg zeitnah für die Öffentlichkeit freigegeben werden kann.

Die jüngsten Entscheidungen des Dialogforums BER unterstreichen den Willen der Region, gemeinsam an einer zukunftsfähigen Infrastruktur zu arbeiten. Durch die Kombination aus kleineren, aber wirkungsvollen Baumaßnahmen wie der Radwegsanierung und strategischen Planungen am Funkerberg wird die Attraktivität des Berliner Umlands nachhaltig gestärkt. Es bleibt abzuwarten, welche Projekte in den kommenden Antragsrunden für eine Förderung ausgewählt werden.