Mehr Platz für Vierbeiner: Marzahn-Hellersdorf baut Infrastruktur aus
Der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf verzeichnet ein stetiges Bevölkerungswachstum, das nicht nur neue Wohnungen, sondern auch eine angepasste soziale Infrastruktur erfordert. Ein wesentlicher Teil dieses Lebensumfelds betrifft die zahlreichen Hundehalter im Bezirk. Mit aktuell etwa 13.000 gemeldeten Hunden zählt Marzahn-Hellersdorf zu den tierreichsten Gebieten der Hauptstadt. Um diesem Trend gerecht zu werden und das Zusammenleben zwischen Mensch, Tier und Natur harmonisch zu gestalten, hat das Bezirksamt nun einen Aufruf gestartet: Für drei neue Hundeauslaufgebiete werden engagierte Betreiber gesucht.
Die Initiative folgt auf die erfolgreiche Eröffnung der Hundeauslauffläche am Geraer Ring und unterstreicht das Ziel des Bezirks, in jedem Ortsteil wohnortnahe, kostenfreie Möglichkeiten für den Freilauf von Hunden zu schaffen. Dieses Vorhaben soll nicht nur den Tieren zugutekommen, sondern auch die soziale Interaktion im Kiez fördern.
Die geplanten Standorte im Überblick
Das Bezirksamt hat drei spezifische Areale identifiziert, die in den kommenden Monaten entwickelt werden sollen. Diese Flächen verteilen sich strategisch über den Bezirk, um eine gute Erreichbarkeit für die Anwohner zu gewährleisten:
- Landsberger Tor (Marzahn): Eine Dreiecksfläche, die durch ihre Lage eine wichtige Anlaufstelle für den Ortsteil Marzahn darstellen soll.
- Oberfeldpark (Biesdorf): Ein etablierter Grünzug, der durch die neue Auslauffläche eine zusätzliche Nutzungsebene erhält.
- Grünanlage Rahnsdorfer Straße (Mahlsdorf): Ein Projekt, das insbesondere den Bedarf im südlichen Teil des Bezirks decken soll.
Hintergrund: Warum das Projekt für den Kiez wichtig ist
Die Entscheidung des Bezirksamtes, diese Flächen gezielt zu entwickeln, ist kein Zufall. Hunde sind in Berlin längst mehr als nur Haustiere; sie sind Begleiter im Alltag und oft der Grund für soziale Kontakte. Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic betont die soziale Komponente dieser Vorhaben: „Wer einen Hund hat, weiß: Beim Spaziergang entstehen oft ganz unkompliziert Gespräche und neue Bekanntschaften.“
Die Auslaufgebiete fungieren somit als Orte der Begegnung. In einer Zeit, in der die Anonymität in Großstädten oft zunimmt, bieten solche Flächen eine niedrigschwellige Möglichkeit für den Austausch zwischen Nachbarn. Wenn sich Hundehalter treffen, entstehen Gespräche über das gemeinsame Interesse, was langfristig zu einem stärkeren Miteinander in den Kiezen führen kann. Das Bezirksamt möchte hierbei eine Balance finden: Die Flächen sollen sowohl den Bewegungsdrang der Tiere stillen als auch eine angenehme Aufenthaltsqualität für die Menschen bieten.
Anforderungen an potenzielle Betreiber
Die Verwaltung setzt bei der Suche nach Betreibern auf ein kooperatives Modell. Da der Bezirk die Flächen zwar zur Verfügung stellt, aber die operative Verantwortung in die Hände engagierter Akteure legen möchte, gibt es klare Rahmenbedingungen für Interessenten:
- Sachkunde: Ein nachgewiesener Sachkundenachweis im Umgang mit Hunden ist zwingend erforderlich.
- Finanzielle Verantwortung: Die Betreiber müssen bereit sein, sowohl die Investitionskosten als auch die laufenden Unterhaltungskosten für die Flächen zu tragen.
- Pflegeverpflichtung: Die Flächen müssen dauerhaft gepflegt und der Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich gehalten werden.
Interessierte Vereine, Unternehmen oder auch engagierte Einzelpersonen haben bis zum 21. August 2026 Zeit, ihre Unterlagen beim Straßen- und Grünflächenamt einzureichen. Dabei sind auch ergänzende Konzepte, wie etwa vereinsbezogene Angebote oder wirtschaftliche Ergänzungen, ausdrücklich möglich, sofern sie den Charakter der öffentlichen Grünfläche nicht beeinträchtigen.
Häufige Fragen
Wer kann sich als Betreiber bewerben?
Bewerben können sich Vereine, Unternehmen sowie Einzelpersonen. Wichtig ist dabei der Nachweis der Sachkunde im Umgang mit Hunden sowie die Bereitschaft, die finanziellen Lasten für Unterhalt und Investitionen zu übernehmen.
Wo müssen die Bewerbungsunterlagen eingereicht werden?
Die Bewerbungen sind postalisch an das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Straßen- und Grünflächenamt, Schkopauer Ring 2, 12681 Berlin zu richten. Detaillierte Informationen zu den einzureichenden Unterlagen finden sich auf der offiziellen Internetpräsenz des Amtes.
Die Schaffung dieser drei neuen Hundeauslaufgebiete ist ein wichtiger Schritt, um die Lebensqualität für Tierhalter in Marzahn-Hellersdorf weiter zu steigern. Durch die Einbindung privater oder vereinsbasierter Betreiber setzt der Bezirk auf eine bürgernahe Lösung, die den Kiez aktiv mitgestaltet. Interessierte sollten die Frist bis Ende August 2026 beachten, um Teil dieses Projekts zu werden.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-unterstützt aus einer Quelle des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf erstellt.
