Mehr Platz für Vierbeiner: Marzahn-Hellersdorf baut Infrastruktur aus
Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf verzeichnet seit Jahren ein stetiges Bevölkerungswachstum, das sich nicht nur in neuen Wohnbauprojekten, sondern auch in der steigenden Zahl der Haustiere widerspiegelt. Mit aktuell rund 13.000 registrierten Hunden zählt der Bezirk zu den tierreichsten Gebieten der Hauptstadt. Um diesem Trend gerecht zu werden und die Lebensqualität für Mensch und Tier gleichermaßen zu erhöhen, hat das Bezirksamt nun einen Aufruf gestartet: Für drei neue Hundeauslaufgebiete werden ab sofort engagierte Betreiber gesucht.
Die Initiative ist Teil einer größeren Strategie, die darauf abzielt, in jedem Ortsteil des Bezirks wohnortnahe und kostenfreie Möglichkeiten für den Auslauf von Hunden zu schaffen. Nachdem erst kürzlich eine neue Fläche am Geraer Ring erfolgreich in Betrieb genommen wurde, stehen nun drei weitere Standorte im Fokus der Planung.
Die geplanten Standorte im Überblick
Das Bezirksamt hat drei spezifische Areale identifiziert, die durch eine professionelle Betreuung zu attraktiven Treffpunkten für Hundehalter entwickelt werden sollen:
- Landsberger Tor (Marzahn): Eine strategisch günstig gelegene Dreiecksfläche, die den Bedarf im dicht besiedelten Marzahn decken soll.
- Oberfeldpark (Biesdorf): Ein grüner Ankerpunkt, der die Infrastruktur für Tierhalter in Biesdorf deutlich aufwerten wird.
- Grünanlage Rahnsdorfer Straße (Mahlsdorf): Ein Standort, der insbesondere den Bewohnern im südlichen Bereich des Bezirks zugutekommen soll.
Hintergrund: Warum das Projekt für den Kiez wichtig ist
Die Bedeutung von Hundeauslaufgebieten geht weit über die reine physische Auslastung der Tiere hinaus. In einer wachsenden Metropole wie Berlin fungieren solche Flächen als wichtige soziale Knotenpunkte. Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic betont den gesellschaftlichen Mehrwert dieser Projekte: „Wer einen Hund hat, weiß: Beim Spaziergang entstehen oft ganz unkompliziert Gespräche und neue Bekanntschaften.“
Die Vision des Bezirksamtes ist es, Orte zu schaffen, die nicht nur den Bedürfnissen der Tiere gerecht werden, sondern auch als Begegnungsstätten für die Anwohner dienen. Wenn sich Hundehalter austauschen und ein gemeinsames Interesse teilen, fördert dies den sozialen Zusammenhalt im Kiez. In einer Zeit, in der die Anonymität in Großstädten oft zunimmt, leisten solche Projekte einen wertvollen Beitrag zur Nachbarschaftspflege. Weitere Informationen zur Stadtentwicklung finden Sie auch in unserem Überblick zur Berliner Bezirksentwicklung.
Anforderungen an potenzielle Betreiber
Die Verwaltung setzt auf ein Modell der Eigenverantwortung. Interessierte Vereine, Unternehmen oder auch engagierte Einzelpersonen können sich bis zum 21. August 2026 für die Betreuung einer der Flächen bewerben. Dabei sind jedoch klare Rahmenbedingungen zu erfüllen:
- Pflege und Instandhaltung: Die Betreiber verpflichten sich, die Flächen sauber zu halten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
- Kostenübernahme: Die Bereitschaft, sowohl Investitions- als auch laufende Unterhaltungskosten eigenständig zu tragen, ist zwingende Voraussetzung.
- Sachkunde: Ein nachgewiesener Sachkundenachweis im Umgang mit Hunden ist erforderlich, um die Sicherheit und Qualität auf den Flächen zu gewährleisten.
- Zusatzangebote: Es besteht die Möglichkeit, das Angebot durch wirtschaftliche oder vereinsbezogene Aktivitäten zu ergänzen, sofern diese den Charakter der Anlage unterstützen.
Bewerbungsprozess und weitere Schritte
Wer Interesse hat, die Gestaltung des Kiezes aktiv mitzugestalten, kann seine Bewerbung postalisch an das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Straßen- und Grünflächenamt, Schkopauer Ring 2, 12681 Berlin richten. Alle Details zu den Rahmenbedingungen, den einzureichenden Unterlagen und den direkten Ansprechpartnern sind auf der offiziellen Internetpräsenz des Straßen- und Grünflächenamtes abrufbar.
Das Bezirksamt hofft auf eine rege Beteiligung, um die geplanten Flächen zeitnah in die Umsetzung zu bringen. Sollten Sie sich für weitere Themen rund um die Berliner Grünflächen interessieren, halten wir Sie auf unserer Plattform stets auf dem Laufenden.
Häufige Fragen
Wer kann sich als Betreiber für die Hundeauslaufgebiete bewerben?
Bewerben können sich Vereine, Unternehmen sowie Einzelpersonen. Wichtig ist dabei, dass ein Sachkundenachweis im Umgang mit Hunden vorliegt und die finanzielle Kapazität für die Unterhaltung der Fläche gegeben ist.
Müssen Nutzer für den Besuch der neuen Flächen bezahlen?
Nein, das Ziel des Bezirksamtes ist es, die Flächen der Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich zu halten. Die Finanzierung der Pflege soll durch die Betreiber sichergestellt werden, die im Gegenzug ggf. ergänzende Angebote auf den Flächen machen können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Marzahn-Hellersdorf mit diesem Vorhaben einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität für Hundehalter geht. Durch die Einbindung von Akteuren aus der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft wird ein nachhaltiges Modell angestrebt, das den Kiez nicht nur hundefreundlicher, sondern auch sozialer macht. Interessenten sollten die Frist bis Ende August 2026 beachten, um Teil dieses Projekts zu werden.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-unterstützt aus einer Quelle des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf erstellt.
