Ein Blick in das Nervenzentrum der Hauptstadt
Wenn in Berlin ein Notruf eingeht, beginnt ein präzise getakteter Prozess, der oft über Leben und Tod entscheidet. Am 08. Juli 2026 feierte die Berliner Feuerwehr im Cubix Kino am Alexanderplatz die Premiere ihres Dokumentarfilms „HUNDERTZWÖLF“. Das Werk wirft ein Schlaglicht auf die Arbeit der Leitstelle, die als das Herzstück der Rettungsorganisation gilt und für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt meist unsichtbar bleibt.
Der Film, der anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der Berliner Feuerwehr produziert wurde, dokumentiert den Schichtbetrieb derjenigen, die als Erste auf der anderen Seite der Leitung sitzen. Die Premiere am Alexanderplatz bot einen feierlichen Rahmen, um die oft im Verborgenen geleistete Arbeit der Notrufbearbeiterinnen und Notrufbearbeiter ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Die Leitstelle: Wo jede Sekunde zählt
Die Zahlen, die die Berliner Feuerwehr für den Berichtszeitraum 2025/2026 nennt, sind beeindruckend und unterstreichen die enorme Belastung, der das Personal täglich ausgesetzt ist:
- Jährlich gehen in der Leitstelle über 1,1 Millionen Notrufe ein.
- Dies entspricht statistisch gesehen einem neuen Notruf alle 28 Sekunden.
- Aus dieser immensen Anzahl an Anrufen wurden im vergangenen Jahr rund 558.000 Einsätze disponiert.
Der Film „HUNDERTZWÖLF“ verdeutlicht, dass die Arbeit in der Leitstelle weit mehr ist als die bloße Entgegennahme von Informationen. Es ist ein hochkomplexer Prozess, bei dem Notrufbearbeiterinnen und Notrufbearbeiter innerhalb von Sekunden entscheiden müssen, welche Ressourcen benötigt werden. Ein Anruf, der zunächst harmlos erscheint, kann sich binnen kürzester Zeit zu einem kritischen Notfall entwickeln. Diese Dynamik erfordert von den Mitarbeitenden nicht nur eine fundierte fachliche Ausbildung, sondern auch ein außergewöhnliches Maß an psychischer Belastbarkeit und Ruhe.
Einblicke in die Ausbildung und den Schichtalltag
Der Dokumentarfilm begleitet nicht nur erfahrene Profis, sondern wirft auch einen Blick auf die Anwärterinnen und Anwärter, die sich für diesen anspruchsvollen Beruf entschieden haben. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben hautnah, wie die angehenden Kräfte auf die Ausnahmesituationen vorbereitet werden, die den Alltag in der Leitstelle prägen.
Landesbranddirektor Prof. Dr. Karsten Homrighausen betonte bei der Premiere die besondere Bedeutung dieser Schnittstellenfunktion. Die Einsatzkräfte in der Leitstelle seien die Ersten, die den Kontakt zu Menschen in Not aufnehmen. Dabei sei neben der fachlichen Kompetenz vor allem Menschlichkeit, Geduld und Empathie gefragt. „Die Ausnahmesituation anderer ist ihr Alltag“, so Homrighausen in seinem Grußwort. Der Film unterstreicht, dass die Tätigkeit nicht nur fachlich fordernd, sondern auch emotional belastend ist.
Hintergrund: Warum dieser Film wichtig ist
Die Berliner Feuerwehr blickt auf eine 175-jährige Geschichte zurück. Ein solches Jubiläum dient oft dazu, nicht nur auf die Vergangenheit zu blicken, sondern auch die moderne Arbeit der Institution zu reflektieren. Die Entscheidung, einen Dokumentarfilm über die Leitstelle zu drehen, ist ein bewusster Schritt in Richtung Transparenz. Viele Berlinerinnen und Berliner wissen zwar um die Notrufnummer 112, doch der Prozess, der nach dem Wählen dieser Nummer in Gang gesetzt wird, bleibt oft abstrakt.
Durch die filmische Aufarbeitung schafft die Feuerwehr eine höhere Wertschätzung für die Arbeit ihrer Mitarbeitenden. Zudem dient das Projekt dazu, das Verständnis für die Komplexität der Notfallkoordination zu schärfen. In einer Zeit, in der die Anforderungen an Rettungsdienste und Feuerwehr stetig steigen, ist die Aufklärung über die internen Abläufe ein wesentlicher Beitrag zur öffentlichen Sicherheit. Mehr Informationen zur Arbeit der Einsatzkräfte finden Sie auch in unserem Archiv zur Geschichte der Berliner Feuerwehr.
Häufige Fragen
Wie viele Einsätze koordiniert die Berliner Feuerwehr im Durchschnitt?
Basierend auf den Daten des vergangenen Jahres wurden rund 558.000 Einsätze disponiert. Dies ergibt sich aus einem täglichen Aufkommen von über 1,1 Millionen Notrufen pro Jahr.
Welche Rolle spielt die Leitstelle im Rettungsprozess?
Die Leitstelle ist die zentrale Schnittstelle zwischen der hilfesuchenden Person und den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst. Sie bewertet die Lage, priorisiert die Einsätze und alarmiert die notwendigen Ressourcen, noch bevor ein Fahrzeug den Standort verlässt.
Wo kann man den Film „HUNDERTZWÖLF“ sehen?
Die Premiere fand am 08. Juli 2026 im Cubix Kino am Alexanderplatz statt. Die Berliner Feuerwehr nutzt den Film als Instrument zur Öffentlichkeitsarbeit, um Einblicke in ihre tägliche Arbeit zu gewähren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „HUNDERTZWÖLF“ ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte ist, das den Menschen hinter den Stimmen am Telefon ein Gesicht gibt. Die Berliner Feuerwehr unterstreicht damit ihren Anspruch, auch nach 175 Jahren eine moderne und transparente Organisation zu sein, die den Bürgerinnen und Bürgern der Hauptstadt mit Professionalität und Empathie zur Seite steht.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-unterstützt aus einer Quelle der Feuerwehr Berlin erstellt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
